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Lawrow: Pro-Russische Truppen auf der Krim unterstehen nicht Moskau

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Lawrow: Pro-Russische Truppen auf der Krim unterstehen nicht Moskau

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Der russische Außenminister trat in Madrid das letzte Mal vor die Presse – bevor er dann erstmals seit Beginn der Krim-Krise mit seinem amerikanischen Amtskollegen zusammentrifft.

Anlass ist ein Treffen der Libanon-Kontaktgruppe.

Sergej Lawrow betonte, man könne den pro-russischen Soldaten auf der Krim keine Befehle erteilen, da dies Selbstverteidigungseinheiten seien, die nicht Moskau unterstünden.

Hinsichtlich der Situation in der Ukraine sagte er: “Das war eine bewaffnete Machtergreifung und ein legitim gewählter Präsident wurde auf eine Art und Weise aus dem Amt entlassen, wie sie weder die ukrainische Verfassung oder die Gesetze vorsehen. Wenn wir diejenigen ermutigen, die versuchen, unseren großen, gutmütigen und historischen Nachbarn zu regieren, dann könnte dieses schlechte Beispiel Schule machen.”

Der amerikanische Außenminister John Kerry traf unterdessen bereits in Paris zum Treffen der Libanon-Unterstützer ein.

Auch mehrere EU-Außenminister werden erwartet. Der ukrainischer Amtskollege ist ebenfalls in Paris, er sagte: “Das was da passiert ist, ist ein Angriff Russlands auf die Krim gewesen. Aber nun muss man nach einem Ausweg suchen – nicht nur in Bezug auf die Ukraine. Es gehe um einen Ausweg und die künftige Rolle Russlands. Wie wird Russland damit umgehen, was es der Ukraine angetan hat.”

Lawrow hatte zuvor betont, Grundlage für eine Stabilisierung der Ukraine müsse der Friedensschluss vom 21. Februar sein, dieser sah u.a. eine Verfassungsreform vor.