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Pro-russische Aktivisten besetzen Regionalverwaltung in Donezk erneut

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Pro-russische Aktivisten besetzen Regionalverwaltung in Donezk erneut

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In der ostukrainischen Stadt Donezk haben pro-russische Demonstranten das Gebäude der Regionalverwaltung wieder zurückerobert.

Schon am Montag hatten die Demonstranten die Verwaltung besetzt und die russische Flagge gehisst, Erst heute Vormittag dann hatte die Polizei das Gebäude geräumt und wieder ukrainisch beflaggt.

Inzwischen weht über dem Regionalverwaltungsgebäude aber wieder die russische Fahne. Donezk ist die Heimat des gestürzten Präsidenten Janukowitsch.

An den Zufahrtsstraßen zur Halbinsel Krim errichteten unterdessen ukrainische Einheiten nach eigenen Angaben Kontrollpunkte. Damit solle das Eindringen von Provokateuren verhindern werden. 300 Grenzschützer sicherten die drei Zugangsstraßen.

Die Bevölkerung der Krim ist mehrheitlich russisch, nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AP spricht unter den anwesenden pro-russischen Aktivisten aber nur ein Teil auch den regional-typischen Akzent, während andere eindeutig nicht aus der Gegend kämen.

Gleichzeitig nahmen pro-russische Einheiten zwei Raketenabwehrstellungen auf der Krim ein. Der Kommandostab und das Kontrollzentrum in Ewpatoria im Westen der Halbinsel sei aber weiterhin in ukrainischer Hand, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Kiew.

Der pro-russischen Darstellung zufolge schrumpft der Rückhalt Kiews in der Region weiter. 23 der insgesamt 34 auf der Krim stationierten Einheiten sollen inzwischen von den ukrainischen Streitkräften desertiert sein und sich den Behörden der Krim-Republik unterstellt haben. Das gaben die Moskau zugewandten Behörden der Autonomen Republik Krim an.

Seit zwei Tagen blockieren Schiffe der Schwarzmeerflotte, unter ihnen der Lenkwaffenkreuzer Moskwa, den Zugang zu zwei Buchten, in denen ukrainische Kriegsschiffe vor Anker liegen.

Bei den Bewaffneten, die auf der Krim strategisch wichtige Punkte und Stützpunkte der ukrainischen Armee umstellt haben, handelt es sich nach Ansicht eines britischen Militärexperten um Angehörige der 3. Speznas-Brigade aus Togliatti. Die russischen Elitekämpfer seien für Aufklärungs- und Sabotageeinsätze ausgebildet.

Moskau besteht weiter darauf, dass es sich um lokale Selbstverteidigungskräfte handelt, die nicht russischen Befehlen unterstünden.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu bezeichnete von Medien verbreitete Bilder von russischer Militärausrüstung auf der Krim als Provokation und Unfug.