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Venezuela ehrt den Heiligen Hugo Chávez

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Venezuela ehrt den Heiligen Hugo Chávez

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Venezuela gedenkt am Mittwoch seines vor einem Jahr verstorbenen Staatspräsidenten Hugo Chávez. Viele seiner Anhänger verehren den Commandante wie einen Heiligen. Nachfolger Nicolás Maduro wird zu Ehren von Chávez eine Militärparade abnehmen und im Chávez-Mausoleum, das die Hauptstadt Carracas überragt, einen Kranz niederlegen. Unter den ärmeren Venezolaner genießt Chávez noch immer hohes Ansehen.

“Ich habe um ihn geweint, mehr als um meine Eltern. Meine Mutter, möge sie in Frieden ruhen, als sie starb habe ich nicht geweint. Ich habe um niemanden so geweint wie um ihn”, erinnert sich Felida Mora.

“Ich bin völlig anderer Meinung als Chávez. Und ich halte gar nichts von den Feiern, besonders angesichts der Lage, in der sich das Land befindet”, sagt dagegen José, der seinen Nachnamen nicht nennen will.

Chávez “bolivarische Revolution” hat ein zutiefst gespaltenes Land und enorme wirtschaftliche Probleme hinterlassen. Seit etwa einem Monat protestieren Studenten gegen die Regierung.

Fast jeden Abend liefern sich Demonstranten der Opposition und Polizei in Caracas Straßenschlachten. Vielerorts haben sie Barrikaden errichtet und behindern den Verkehr.

Weiterführender Link

"derStandard.at: Chávez unser im Himmel"