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Wenn die Hand zum Bildschirm wird

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Wenn die Hand zum Bildschirm wird

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Immer und überall E-Mails lesen und Kurznachrichten verschicken, ohne dabei das Handy in der Hand zu halten – an dieser Möglichkeit arbeiten Forscher an der Universität Ulm. Die Wissenschaftler haben ein Gerät entwickelt, das sich “AMP-D” nennt. Dahinter verbirgt sich ein tragbarer Mini-Projektor, der ein Bild und Informationen auf jede beliebige Fläche projizieren kann – und sei es die eigene Handfläche.

Projektleiter Christian Winkler sagt: “Die Idee bei diesem Gerät ist, dass wir nicht neue Displays in die Umgebung des Benutzers bringen, sondern das, was schon existiert, nämlich die Welt um uns herum und unsere Handfläche, die wir immer bei uns haben, dass wir diese als Displayfläche benutzen.”

Mittels eines 3D-Sensors wird die Brennweite ständig an die Umgebung angepasst – ruckelfrei und ohne Verzögerung. Zugleich erkennen Sensoren steuernde Gesten des Benutzers, eine einfache Handbewegung genügt. Noch befindet sich die Erfindung im Frühstadium und wird – fast in Ghostbusters-Manier – als sperriger Rucksack getragen. Das soll sich in Zukunft ändern.

“Den Trend, den wir in der Vergangenheit gesehen haben, ist, dass in den letzten drei Jahren zum Beispiel sich die Lichtstärke von diesen Pico Projektoren verdreifacht hat”, erläutert Winkler. “Zu dem kommt, dass die Batterietechnik immer besser wird, dass man annehmen kann, dass in drei, vier Jahren ein Gerät, was wirklich klein ist, was ich um den Hals tragen kann, bei mir an die Hosentasche klippen kann oder an die Handtasche klippen kann, dass das für den Innenbereich klein genug und von der Helligkeit ausreichend ist”, so der Informatiker weiter.

Nach Meinung der Forscher kann der Projektor vor allem in der täglichen Umgebung nützlich sein: als interaktiver Wegweiser, der mit Pfeilen die Route oder den Busfahrplan auf den Boden projiziert. Oder auf die Handfläche…