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Bevölkerung auf der Krim gespalten

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Bevölkerung auf der Krim gespalten

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Straßenszenen in der Krim-Hauptstadt Simferopol, die einen Einblick in die Zerrissenheit der Halbinsel gewähren.

Eine Studentin – auffällig geschmückt in ukrainischen Landesfarben – bleibt nicht ungestört.

Passanten skandieren “Russland, Russland”-Rufe und: “Huurraaa”.

Trotzdem kann sich die prowestliche Studentin äußern:

“Ich möchte, dass die Krim zur Ukraine gehört und nicht zum kriminellen Russland. Leute, schaltet die Fernseher ein und schildert allen die Situation hier.”

“Dann geh doch zum Maidan und protestiere dort weiter”, unterbricht sie eine Passantin.

Die Studentin: “Ich bin aber in Simferopol geboren und ich lebe hier!”

“Komm, Mädchen, wir gehen”, sagt ein Uniformierter und zieht die ukrainische Studentin weg.

Nicht nur militärisch betrachtet geben die ethnischen Russen offenbar den Ton an auf der ukrainischen Halbinsel.

Die Allgegenwart sogenannter Selbstverteidigungskräfte russischer Herkunft ohne Hoheitsabzeichen auf den Uniformen ist nicht zu übersehen.

Die prowestliche Führung in Kiew und die USA werfen Moskau vor, russische Soldaten hätten die Krim unter ihre Kontrolle gebracht. Russland weist dies zurück.

Ein ausuferndes Machtspiel, dass auf der Krim bislang noch unblutig verläuft.