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Brustkrebs: Forscher kämpfen gegen Metastasenstreuung

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Brustkrebs: Forscher kämpfen gegen Metastasenstreuung

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Forscher an der Cardiff University haben mit der Entwicklung eines Wirkstoffes begonnen, der die Ausbreitung von Brustkrebszellen verhindern könnte. Die Streuung von Metastasen gilt als besonders gefährlich. Eine wichtige Rolle spielt dabei BCL3, das in diesem Zusammenhang als Risikogen eingestuft wird.

“Wenn eine Krebspatientin ins Krankenhaus kommt und Metastasen festgestellt werden, hat sich der Tumor auf andere Körperteile ausgeweitet”, sagt Dr. Richard Clarkson von der Cardiff University. “Da BCL3 als ein wichtiges Gen in diesem Prozess identifiziert wurde, wird versucht, die Wirkung des Gens mit chemischen Substanzen zu hemmen.”

Die Forscher wenden dafür 3D-Technologie an, um die Anordnung von Proteinen zu konstruieren, die aus dem Gen gebildet wurden. Sie entdeckten eine Stelle, an der Wirkstoffe ansetzen können. Bei Mäusen wurde das Metastasenwachstum um 80 Prozent gesenkt, wenn das Gen ausgeschaltet ist.

“Der Gedanke hinter dieser möglichen neuen Therapie, ist, den Patienten auf diese Weise zu behandeln, sobald er in die Praxis kommt, um die weitere Ausbreitung der Metastasen zu verhindern”, erläutert Clarkson.

Therapiemöglichkeiten für Brustkrebs im Frühstadium gibt es viele, Medikamente, die eine Streuung der bösartigen Zellen eindämmen, aber noch nicht. Nach Ansicht der Forscher könnte mit der neuen Erkenntnis jedoch die Grundlage für einen künftigen Wirkstoff gelegt worden sein.