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Burlesque: "Mehr als nur Striptease"

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Burlesque: "Mehr als nur Striptease"

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Die Kunst der Burlesque ist in den USA wieder im Kommen. Filme wie “Moulin Rouge” oder “Burlesque” sind der erotischen Tanzform gewidmet und bestärken die Tänzerinnen in ihrem Kunstverständnis.

“Wenn man Artistik, Kostüme, Tanz und Musik zusammenbringt, wird daraus weit mehr als nur Striptease. Es ist eine große Gemeinschaftskunst, darin liegt die Beliebtheit”, meint eine Künstlerin, die sich “Trixie Minx” nennt.

Die Wurzeln der burlesquen Kunst in den USA liegen im 19. Jahrhundert. Auf der Bühne machten Frauen Dinge, die in der Gesellschaft so nicht vorkamen und meist verpönt waren. Das ist längst Geschichte.

Die Tänzerin “Mama Dixie” sagt: “In fast allen großen Städten gibt es solche Gruppen: in Seattle, Chicago, New York, in North und South Carolina auch schon etwas länger. In New Orleans besteht eine große Szene, in Atlanta auch.”

Einst ging es nur darum, dass sich Frauen auf der Bühne ausziehen, heute ist die Show weitaus ausgefeilter.

“Wenn man auf der Bühne steht und vor vielen Leuten auftritt, kann eine Menge schiefgehen. Und wenn man es hinter sich hat, sagt man sich: Wow, ich hab’s geschafft, großartig!”, so “Tesla Coil”.

Für manche Künstlerinnen dient der Auftritt nicht nur dazu, die Zuschauer zu unterhalten, sondern hat auch etwas ganz Persönliches.

“Die Kunst der Burlesque ist klar und deutlich. Es ist eine Art weibliche Ermächtigung. Man gibt sich dem Publikum gewissermaßen hin – und die Leute schreien und unterstützen einen”, sagt “Trixie Minx”.

Denn schließlich liegt der Ursprung im italienischen Wort burla, was mit Spaß, Scherz und Schabernack übersetzt werden kann.