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EZB wartet fest entschlossen ab

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EZB wartet fest entschlossen ab

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Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins im Euroraum auf seinem bisherigen Rekordtief von 0,25 Prozent – trotz nachhaltig niedrigen Preisanstiegs.

Die Wirtschaft sei dabei, die Konjunkturschwäche allmählich zu
überwinden, so die Begründung. Nach den neuesten Prognosen trauen die Währungshüter, der Euro-Wirtschaft im laufenden Jahr 1,2 Prozent Wachstum zu. Im Dezember hatte sie noch mit 1,1 Prozent gerechnet.

EZB-Präsident Mario Draghi:

“Unsere Daten bestätigen: die moderate Erholung der Wirtschaft im Euroraum verläuft genau so wie wir das vorhergesehen haben. Grundsätzlich sind wir fest entschlossen, das hohe Geldangebot aufrecht zu erhalten und bei Bedarf entschlossen zu handeln.”

Nach den 1,2 Prozent von 2014 sieht die EZB das Wachstum der Euro-Wirtschaft in den folgenden Jahren weiter anziehen – auf 1,5 und 1,8 Prozent.

Im Moment laufe der Aufschwung gut, so Draghi, kein Schub von außen nötig.

Die Inflation lässt der Notenbank Spielraum: Bis Ende 2016 sieht die EZB die angepeilten 2 Prozent nicht Realität werden. Dieser Wert bedeutet für die Währungshüter Preisstabilität.

Bisher hatte die Notenbank im laufenden Jahr 1,1 Prozent Teuerung erwartet, neuerdings geht sie von einem Prozent aus. Dann soll sie aber anziehen.

Der Wert im Februar, wie schon im November und Dezember: 0,8 Prozent.

Die Rücknahme der Prognose könnte Deflationsängste weiter anheizen – also vor einem anhaltenden
Preisverfall auf breiter Front, der die Konjunktur abwürgen könnte.

Zuletzt hatte die Notenbank
die Zinsschraube im November 2013 gelockert, nachdem die
Teuerungsrate auf 0,7 Prozent gesunken war.

su mit dpa, Reuters