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Krim-Krise: EU auf Konfrontationskurs mit Russland

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Krim-Krise: EU auf Konfrontationskurs mit Russland

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Erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges hat die
Europäische Union einen Sanktionsplan gegen Russland
beschlossen. Um eine Eskalation in der Ukraine abzuwenden, einigte
sich ein EU-Sondergipfel in Brüssel nach stundenlangem Ringen auf einen Drei-Stufen-Plan. Dies geschah im Schulterschluss mit den
USA. In einem ersten Schritt werden Gespräche über visafreie Reisen sowie über das neue Grundlagenabkommen ausgesetzt.

0.27 – 0.52 SOT Hollande

“Wenn Russland weitere Maßnahmen zur Destabilisierung der Ukraine ergreift, oder, um es anders auszudrücken, die territoriale Eigenständigkeit und damit die Souveränität der Ukraine in Frage stellt, müssen wir handeln und neue Möglichkeiten erörtern.”

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erläutert:
“Wenn wir uns angucken, was die USA heute angekündigt haben, so handelt es sich um eine sogenannte “Executive Order” von US-Präsident Obama in Bezug auf den Stopp von Visa-Erleichterungen und das Einfrieren von Konten. Wir befinden uns da in enger Abstimmung mit den USA.”

Sanktions-Stufe zwei soll folgen, wenn sich Russland in den kommenden Tagen der Bildung einer Kontaktgruppe zur Lösung der Ukraine-Krise verweigert.

“Die EU-Beschlüsse richten sich klar gegen das russische Vorgehen auf der Krim und das dort geplante Referendum”, erläutert Euronews-Reporter James Franey in Brüssel. “Aber mit Blick auf die herausragende Bedeutung der Krim für Russland muss die Frage erlaubt sein, ob Wladimir Putin mittels eventueller finanzieller Sanktionen tatsächlich zu einem Kurswechsel bewegt werden kann.”