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Ukraine: Maidan, tödliche Schüsse und ein Telefonat

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Ukraine: Maidan, tödliche Schüsse und ein Telefonat

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Wer hat bei den Protesten auf dem Kiewer Maidanplatz aus dem Hinterhalt Menschen erschossen?

Für die damalige Opposition ist klar, dass dahinter Anhänger des Präsidenten standen: Die Gegenseite verbreitet dagegen, Anhänger der Opposition hätten geschossen, durchaus auch auf eigene Leute.

Diese letztere Sicht der Dinge hat es jetzt in die Öffentlichkeit geschafft, dank einem Telefongespräch des estnischen Außenministers mit der Außenbeauftragten der EU.

Wer auch immer dieses Telefonat mitgeschnitten und öffentlich gemacht hat: Urmas Paet sagt hier, das neue Regierungsbündnis wolle diese Schüsse gar nicht untersuchen.

Damit, meint er weiter, mache sich mehr und mehr das Gefühl breit, dass dahinter das neue Bündnis stünde.

Jetzt, nach viel Aufregung um diese Bemerkungen, macht Paet aber klar: Er habe keine
eigene Einschätzung gegeben, sondern nur berichtet, was eine Ärztin ihm bei einem Besuch auf dem Maidan gesagt habe.

Das Gespräch sei von letzter Woche; aber gerade jetzt werde es öffentlich, wo die neue Regierung in der Ukraine die Arbeit aufgenommen habe.

Russische Medien sehen in dem Telefonat jedoch den Beweis, dass der Umsturz nur Gewalt und Chaos gebracht habe – und dass die neuen Machthaber kein bisschen besser
seien als die alten.