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Skandinavische und baltische Staaten fürchten russischen Expansionsdrang

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Skandinavische und baltische Staaten fürchten russischen Expansionsdrang

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Auf einem Gipfeltreffen im estnischen Narwa haben Außenminister der skandinavischen und baltischen Staaten, sowie der Länder der Visegrad-Gruppe (Polen, Tschechische Republik, Slowakei und Ungarn), die russische Intervention auf der Krim scharf verurteilt und die Entsendung einer EU-Beobachtermission nach Kiew gefordert.

Die Staaten, von denen einige an Russland grenzen oder einst selbst Teil der Sowjetunion waren und russische Minderheiten beherbergen, bezeichneten das geplante Referendum auf der Krim in einer Stellungnahme als illegal und forderten Russland zu einer Umkehr auf:

“Die russische Föderation muss zwei Dinge tun: Der Föderationsrat muss seine Erlaubnis für die Invasion eines Nachbarstaates zurücknehmen. Und sie müssen ihre Soldaten zurück in die Kasernen auf der Krim beordern”, so der schwedische Außenminister Carl Bild, dessen Land derzeit auch über eine Neuausrichtung der eigenen Verteidigungspolitik nachdenkt.

Die USA stockten unterdessen ihre militärische Präsenz in der Region weiter auf. Am Freitagmorgen fuhr der US-Zerstörer USS-Truxtun durch den Bosporus ins Schwarze Meer ein – für ein Manöver, das allerdings schon zuvor mit Bulgarien und Rumänien geplant war.

Kommende Woche sollen zwölf US-Kampjets in Polen eintreffen, sechs zusätzliche Jäger hat das Pentagon bereits aus Großbritannien nach Litauen verlegt. Sie sollen dort die NATO-Patroillenflüge verstärken.