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Verschärfung in der Krim-Krise: Moskau verstärkt offenbar Truppen

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Verschärfung in der Krim-Krise: Moskau verstärkt offenbar Truppen

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Im Konflikt um die Krim treibt Moskau den Anschluss der ukrainischen Halbinsel weiter voran. Das russische Militär soll seine Präsenz dort mehr als verdoppelt haben. Nach Schätzungen der ukrainischen Grenztruppen waren am Freitag 30.000 russische Soldaten auf der Krim.

In der Hafenstadt Sewastopol waren vor dem Ausbruch der Krise 11.000 Soldaten der russischen Schwarzmeerflotte dauerhaft stationiert. Moskau hatte in den vergangenen Tagen bestritten, dass sich außer den regulären Truppen weitere Soldaten auf der Krim befinden. Die Bewaffneten, die ukrainische Militäreinrichtungen blockieren, seien “Selbstverteidigungskräfte”.

Unterdessen wurde Mitarbeitern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erneut der Zugang zur Halbinsel verwehrt. 47 OSZE-Beobachter wurden laut Medienberichten von bewaffneten Männern aufgehalten, die russische Flaggen mit sich trugen.

Während die Vorbereitungen für das Referendum über einen Anschluss an Russland laufen, hat das Parlament in Moskau angekündigt, das Ergebnis anerkennen zu wollen. Die Krim werde mit einer Eingliederung in die russische Förderation mehr Rechte bekommen, so das Versprechen der Chefin des russischen Förderationsrates, Valentina Matwijenko.

Die ukrainische Regierung, die EU und die USA halten die für den 16. März angesetzte Volksabstimmung für illegal, denn die Krim gehört völkerrechtlich zur Ukraine.