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Volksabstimmung auf der Krim - Russland als Friedensgarant?

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Volksabstimmung auf der Krim - Russland als Friedensgarant?

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Die Bevölkerung auf der Krim reagiert mit gemischten Gefühlen auf das für den 16. März angesetzte Referendum – auch wenn die vielen moskautreuen Demonstranten die mehrfach vorgezogene Abstimmung anscheinend kaum erwarten können.

Die Allianz mit dem starken Nachbarn im Osten ist die bessere Alternative, findet dieser Krim-Bewohner: “Ich bin den USA gegenüber sehr negativ eingestellt. Sie haben die halbe Welt zum Einknicken gebracht. Für uns ist es das Beste, auf der russischen Seite zu bleiben. Dann haben wir Frieden und Wohlstand.”

Andere sind noch unentschlossen. So eine Krim-Bewohnerin: “Ich unterstütze das Referendum, aber ich weiß noch nicht, wofür ich wählen werde.”

Die Demonstranten auf dem Maidan in Kiew hatten monatelang für eine Westanbindung der Ukraine gekämpft – die Erinnerung an die Todesopfer ist noch frisch. Doch die vornehmlich russische Bevölkerung auf der Krim soll selbst bestimmen, findet dieser Ukrainer.

“Wenn es ein ukrainisches Gesetz gibt, dass es ein nationales Referendum geben muss, dann muss es landesweit abgehalten werden. Wenn es nur um die Frage der Selbstbestimmung der Krim geht, dann lassen wir sie selbst entscheiden. Die Frage ist, was die Krim wirklich will: russisch sein oder einfach nur verbesserte Lebensbedingungen?”

Die Regierung in Kiew bezeichnete die Volksabstimmung als illegal. Die neue Staatsführung veranlasste Maßnahmen zur Auflösung des Parlaments auf der Krim. Die Justiz verlangt die Festnahme führender Regierungsvertreter auf der Halbinsel.

Wie Mitglieder des Krimparlaments mitteilten, soll die Bevölkerung bei der Abstimmung entscheiden können, ob die Krim Teil der russischen Förderation wird oder ob sie autonomer wird.