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"Where are we now" - die 5. Marrakesch-Biennale

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"Where are we now" - die 5. Marrakesch-Biennale

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Gabriel Lesters körperlose Gnawa-Musiker sind bei der 5. Biennale im marokkanischen Marrakesch zu sehen. Unter dem Motto “Where are we now”, “Wo sind wir jetzt”, versteht sie sich als Dialog zwischen visueller Kunst und Klangkunst, Literatur, Kino und Video sowie Performance Kunst. Mehr als 40 marokkanische und internationale Künstler sind in die rote Stadt gekommen.

Alya Sebti, künstlerische Direktorin, betont, man wolle bescheiden bleiben und die ganze Schönheit dieses kulturellen Erbes zeigen. Mit kleinen zeitgenössischen Eingriffen wolle man den Menschen die Möglichkeit geben, ihr kulturelles Erbe zu entdecken oder wieder zu entdecken.

“Motz’ meinen Müll auf”, eine Installation des Künstlerkollektivs Z’bel. Ausschließlich aus Marrakesch kommt das Material. Z’bel will damit auf die Müllberge aufmerksam machen, die die rote Stadt produziert. Othman Zine von Z’bel erklärt das so: “Dieser Raum entspricht der Realität, in der wir leben, sozusagen eine Realität, in der wir von Müll umgeben sind. Wir tun alles, um das nicht zu sehen. Wenn wir die Realität sehen würden, wie sie ist, wären unsere Räume, unsere Häuser, voller Müll.”

Ziel bei der Gründung der Biennale vor zehn Jahren war es, eine gesellschaftspolitische Debatte durch und über Kunst zu führen. Die ausgestellten Werke und Performances stehen alle in Beziehung zu Marrakesch. Zu sehen sind sie noch bis zum 31. März.