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Krim: Regierung präsentiert Armee - OSZE mit Schüssen verjagt

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Krim: Regierung präsentiert Armee - OSZE mit Schüssen verjagt

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Auf der Krim ist weiterhin keine Entspannung in Sicht. Offenbar verlagern die pro-russischen Militärs ihre Aktivitäten auf der ukrainischen Halbinsel. Beobachter sichteten am Samstag einen russischen Militärkonvoi mit über 50 Fahrzeugen, der eine Basis in der Nähe der Hauptstadt Simferopol ansteuerte.

Unterdessen hat die OSZE ihre Beobachtermission laut einer Sprecherin vorerst zurückgezogen. Bewaffnete hatten die Mitarbeiter der europäischen Organisation erneut daran gehindert, die Krim zu betreten. Sie feuerten Warnschüsse ab.

Die Regierung der Halbinsel setzt weiter auf eine Abspaltung von der Ukraine. In Simferopol präsentierte sich die sogenannte erste Division der offensichtlich neu gebildeten Armee eines Krim-Staates erstmals der Öffentlichkeit. Etwa 30 Männer wurden vereidigt. Die ukrainischen Soldaten auf der Halbinsel hätten die Erlaubnis, nach Hause zurückzukehren, wie der anwesende Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow mitteilte.

An dem am Freitag von russisch sprechenden Bewaffneten angegriffenem Militärstützpunkt blieb die Lage ruhig. Die Basis in der Nähe von Sewastopol wurde von ukrainischen Soldaten gesichert. Etwa 20 Angreifer hatten sich mit einem Lastwagen Zugang verschafft und waren später wieder abgezogen. Prorussische Einheiten kontrollieren laut ukrainischer Regierung mehrere Kasernen auf der Krim.