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Atomstreit - Drei Jahre nach Fukushima

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Atomstreit - Drei Jahre nach Fukushima

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Fast drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima haben Tausende Japaner in Tokio und anderen Städten des Landes gegen Atomenergie protestiert. In der Hauptstadt zogen die Demonstranten vor das Parlament. Die Regierung erwägt, einige der Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen, die nach der verheerenden Havarie des AKW Fukushima-Daiichi stillgelegt wurden. Die Demonstranten glauben nicht mehr an deren Sicherheit.

Eine Teilnehmerin der Proteste erklärte:
“Ich bin hier, weil ich den Planeten so schnell wie möglich von Atomkraft befreien will.”

Bei einem Besuch in der Region um Fukushima demonstrierte Ministerpräsident Shinzo Abe sein Vertrauen in die möglicherweise verstrahlten lokalen Produkte. Derzeit wird die radioaktive Belastung der Lebensmittel untersucht. Abe probierte Obst und Fisch aus der Stadt Iwaki. Die Stadt liegt am Rande der Sperrzone, die nach der Katastrophe errichtet wurde und ab April teilweise aufgehoben werden soll.

Das Atomkraftwerk in Fukushima wurde am 11. März durch ein Erdbeben und einen darauf folgenden Tsunami schwer beschädigt. Es kam zu mehreren Kernschmelzen. Über 100.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.