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Tausende Spanier fordern Recht auf Abtreibung

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Tausende Spanier fordern Recht auf Abtreibung

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Tausende Menschen sind in mehreren spanischen Städten auf die Straße gegangen, um u.a. gegen eine Reform des Abtreibungsgesetzes zu demonstrieren.

Die größten Kundgebungen fanden in Madrid und Barcelona statt.

Die Demonstranten zogen mit Fahnen und Trommeln durch die Straßen, auf Transparenten forderten sie ein Recht auf Abtreibung.

Eine Demonstrantin sagte: Man feiere den Internationalen Frauentag mit Wut – wegen der geplanten Gesetzesreform. Die neue Regelung bestimme über den Körper der Frauen und nehme ihnen das Recht zu wählen.

Eine Andere erklärte: Man sei hier, weil man mehr Rechte fordere. Frauen seien noch nicht gleichberechtigt.

Spaniens Volkspartei hatte vor Kurzem einen Antrag auf Rückzug der umstrittenen Abtreibungsnovelle abgeschmettert.

Die Regierung beschloss anschließend das neue Gesetz. Es muss nun noch vom Parlament gebilligt werden.

Das bisher geltende Recht gestattet Frauen eine Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche, ohne Angabe von Gründen.

Nach der Gesetzesreform soll ein Abbruch nur noch bei Vergewaltigung oder bei schweren gesundheitlichen Risiken für die Mutter zulässig sein.