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Angehörige vermisster Flugzeug-Passagiere zwischen Wut und Verzweiflung

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Angehörige vermisster Flugzeug-Passagiere zwischen Wut und Verzweiflung

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Die Verzweiflung in diesem Pekinger Hotel in Flughafennähe ist spürbar.
Auch am dritten Tag nach dem Verschwinden einer Boeing 777 der Malaysia Airlines herrscht Ungewissheit über das Schicksal der 239 Menschen Bord. Sie waren unterwegs von der malaysischen Hauptsadt Kuala Lumpur nach Peking, als die Maschine von den Radarschirmen verschwand.
Viele Angehörige harren lieber in Peking aus, als sich – wie von Malaysia Airlines angeboten – nach Kuala Lumpur fliegen zu lassen:

“Wir wollen nicht nach Malaysia fliegen. Es gibt noch keine Ergebnisse der Suche. Dort könnten wir auch nur warten – genau wie hier in Peking. In Malaysia wären wir auf uns allein gestellt, allein schon wegen der fremden Sprache. Kaum einer von uns spricht Englisch. Bereits hier in Peking kümmert sich Malaysia Airlines kaum um uns. Das wäre wohl in Malaysia kaum anders.”

Ein anderer wartender Angehöriger sagt:

“Natürlich bin ich unzufrieden. Alle meine Familienmitglieder sind sehr aufgeregt. Wir verlangen doch nur klare Antworten. Wir warten nun schon so lange und werden nur hingehalten.”

Etwa zwei Drittel der Passagiere an Bord der Malaysia Airlines-Maschine waren Chinesen auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Ihre Angehörigen kritisieren die ihrer Ansicht nach mangelhafte Informationspolitik der malaysischen Behörden und der Fluggesellschaft.

Aus Europa stammen sechs Insassen: drei Franzosen, ein Italiener, ein Österreicher und ein Niederländer.

Mehrere Dutzend Flugzeuge und Schiffe haben bei Tagesanbruch die Suche nach dem Flugzeug zwischen den Küsten Malaysias und Vietnams fortgesetzt.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Männer asiatischen Aussehens, die mit gestohlenen europäischen Pässen auf dem Flughafen von Kuala Lumpur eingecheckt hatten.