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Auf der Anklagebank: Hoeneß räumt höhere Steuerhinterziehung ein

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Auf der Anklagebank: Hoeneß räumt höhere Steuerhinterziehung ein

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Bayern München-Präsident Uli Hoeneß hat weit mehr Geld am Fiskus vorbei geschleust als zunächst bekannt.

Zum Prozessauftakt in München gestand der Angeklagte, insgesamt 18,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Die Anklage war von 3,5 Millionen Euro ausgegangen.

Die Summe hatte Hoeneß im vergangenen Jahr angegeben, als er Selbstanzeige erstattete. Die 3,5 Millionen Euro Steuern und das Bußgeld zahlte er zurück.

Zu seiner Verteidigung sagte der Bayern-Präsident, er habe in der Vergangenheit Summen in Millionenhöhe verzockt. Es sei ihm jedoch klar gewesen, dass er die Gewinne hätte versteuern müssen.

Milde – das fordern vor dem Gerichtsgebäude auch Fans wie Phillip Eckhart: “Er hat schon sehr, sehr viel Gutes gemacht. Klar hat er jetzt einen Fehler gemacht, klar muss er dafür stehen, aber man sollte das bei aller Liebe auch berücksichtigen.”

Hoeneß erstattete Anzeige gegen sich, nachdem er von Recherchen eines Fernsehteams im Zusammenhang mit seinem Schweizer Konto erfahren hatte. Das Gericht in München muss nun auch prüfen, ob die Selbstanzeige rechtzeitig erfolgte.

Die Anklage lautet auf Steuerhinterziehung in sieben selbstständigen Fällen. Mit einem Urteil wird für Donnerstag gerechnet.