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Krim: USA wollen von Moskau Beweise für Kooperationsbereitschaft

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Krim: USA wollen von Moskau Beweise für Kooperationsbereitschaft

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In der Krim-Krise wollen die Vereinigten Staaten konkrete Beweise für die Kooperationsbereitschaft der russischen Regierung. Das teilte das US-Außenministerium mit. Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin eigene Vorschläge zur Lösung der Kreml-Krise angekündigt.

Mit den Vorschlägen könne die Situation in der Ukraine wieder zu einem rechtmäßigen Rahmen zurückgeführt werden, so Lawrow nach Angaben der russischen Agentur Interfax. Demnach betonte der Außenminister, dass das Thesenpapier des Sicherheitsrates der Russischen Föderation die Interessen aller Ukraine ohne Ausnahme berücksichtige.

Ein vom US-amerikanischen Außenminister John Kerry vorgelegtes Konzept zur Lösung der Krim-Krise habe den Kreml “nicht sehr überzeugt”, so Lawrow wörtlich. Er bedauere, dass Kerry einen für diesen Montag geplanten Besuch verschoben habe. Wie das US-Außenministerium mitteilte, könnte ein Treffen jedoch noch diese Woche stattfinden. “Kerry scheut es nicht, in ein Flugzeug zu steigen”, so eine Sprecherin. Er würde einem Treffen jedoch nur zustimmen, wenn die russischen Absichten ernsthaft seien.

Unterdessen erklärte die Nato, Überwachungsflugzeuge über Polen und Rumänien patroullieren lassen zu wollen. Damit wolle man die Krise in der Ukraine beobachten, so ein Beamter des Verteidigungsbündnisses in Brüssel. Die ständigen Nato-Botschafter der 28 Mitgliedstaaten hätten dies am Montag beschlossen. Die Awacs-Flugzeuge sollten nur über dem Gebiet von Nato-Mitgliedstaaten fliegen.

Die USA und andere westliche Staaten hatten Russland zur Teilnahme an einer Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise aufgerufen. Sie verurteilen das Vorgehen Moskaus im Streit um die ukrainische Halbinsel als völkerrechtswidrig.

Prorussische Einheiten haben die Krim seit gut einer Woche besetzt. Diese seien laut Moskau “Selbstverteidigungskräfte” und keine russischen Soldaten. Das Militär werde demnach nicht außerhalb vereinbarter Gebiete eingesetzt. Die USA und die EU haben inzwischen erste Sanktionen gegen Russland beschlossen.