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Krim-Parlament trifft letzte Vorbereitungen für Referendum

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Krim-Parlament trifft letzte Vorbereitungen für Referendum

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Im von Kiew abtrünnigen Krim-Parlament laufen die Vorbereitungen für das Referendum über den Anschluss an Russland auf Hochtouren. Das Kabinett bot dabei der tartarischen Minderheit die Beteiligung an einer neuen Krim-Regionalregierung an. Unbstätigten Medienberichten zufolge haben Vertreter der Tartaren das Angebot aber bereits abgelehnt.

Von Widerständen gab sich Krim-Parlamentspräsident Wladimir Konstantinow insgesamt unbeirrt: “Alle Systeme funktionieren. Die Stimmung ist wunderbar, alle organisatorischen Probleme werden gelöst. Die Beteiligung beim Referendum am 16. März wird sehr hoch sein.”

In der Hafenstadt Sewastopol forderten Kiew-freundliche Demonstranten unterdessen die Bevölkerung auf, das Referendum zu ignorieren. 20 von ihnen wurden festgenommen, nachdem es zu Zusammenstößen mit pro-russischen Demonstranten kam.

Bewaffnete Einheiten riegeln die Halbinsel weiterhin ab. An den Grenzen kontrollieren Berkut-Sondereinsatztruppen und lokale Selbstverteidigungstruppen den Verkehr.

Die Zentralregierung in Kiew setzt ihre Hoffnungen weiter auf Unterstützung und Druck aus dem Westen. Zuletzt trafen dort die Außenminister der Beneluxstaaten mit dem ukrainischen Übergangspräsidenten Olexandr Turtschinow zu Gesprächen zusammen.