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Porträts des Ersten Weltkriegs

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Porträts des Ersten Weltkriegs

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Die gekrönten Häupter Europas in einem Raum: König George V., Kaiser Wilhelm II., Franz Josef I. von Österreich, Erzherzog Franz Ferdinand. In der National Portrait Gallery in London hat am 27. Februar die Ausstellung “The Great War in Portraits” (Porträts des Ersten Weltkriegs) eröffnet – die Schicksale in dieses Kriegs, eine Reise von Stolz zu Verzweiflung.

Direktor Sandy Nairne erklärt, wie die Ausstellung mit dem Glanz des Adels beginnt, ein Adel, der durch Blut verbunden, und doch bald durch den Krieg getrennt sein sollte: “Man fühlt die Macht, die von den gekrönten Häuptern in Europa ausging. Wir haben einige großartige Porträts hier, zum Beispiel ein ganz großartiges Porträt des Erzherzogs Ferdinand. Und auf der anderen Seite sehen Sie diese traurige Figur des Attentäters, Gavrilo Princip. Wir spüren die Hand am Abzug, dass dies der Auslöser für eine furchtbare Zeit der Zerstörung und des Mordens war.”

Ausschnitte aus dem Film “Die Schlacht an der Somme” sind zu sehen, Bilder von Offizieren, Soldaten, Dichtern, Krankenschwestern, Teenagern, Seite an Seite, Helden und Opfer. Nicht alle Porträts waren ursprünglich zum Ausstellen bestimmt. So hatte zum Beispiel der Arzt Harold Gillies den Künstler Henry Tonks beauftragt, seine Patienten vor und nach dem Eingriff zu malen – aus medizinischen Gründen.

Kurator Paul Moorhouse sagt, die Ausstellung will keine Militärgeschichte schreiben, sondern Geschichten der Menschen erzählen: “In dieser Ausstellung geht es in erster Linie um Menschen. Wir stellen die Frage: Wie war das für die, die direkt vom Krieg betroffen waren? Was haben sie gesehen? Was sind ihre Schicksale, ihre Geschichten?”

“The Great War in Portraits” (Porträts des Ersten Weltkriegs) – die Ausstellung ist bis zum 15. Juni in London in der National Portrait Gallery zu sehen.