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Sondereinheiten und russische Truppen bereiten sich auf Krim-Referendum vor

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Sondereinheiten und russische Truppen bereiten sich auf Krim-Referendum vor

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Ihren Eid schwören die Rekruten des neuen Sondereinsatzkommandos auf die Krim. Teilweise nimmt ihn der pro-russische Krim-Regierungschef Sergei Aksinow sogar persönlich ab.

Es gebe großes Interesse, mehr als 180 Rekruten hätten ihren Eid bereits abgelegt, so Aksinow. 1500 von ihnen sollen beim angesetzten Referendum am 16. März die Wahllokale sichern – erkennbar und eindeutig zuzuordnen.

Eine halbe Autostunde entfernt, in Bachtschissarai, fielen unterdessen Schüsse, als unidentifizierte pro-russische Einheiten ein schlecht gesichertes ukrainische Fahrzeuglager einnahmen.

“Ich stand außerhalb der Basis als sie uns aufforderten, uns zu ergeben”, berichtet ein dort stationierter ukrainischer Soldat. “Wir sagten, wir würden uns nicht ergeben, aber dann schossen sie uns vor die Füße. Also ergaben wir uns.”

“Was hätten wir auch tun können, wir hatten keine Waffen, nichts”, so der Soldat weiter. “Sie forderten uns auf, auf Russland zu schwören. Einige weigerten sich. Andere von der Krim wollten den Schwur leisten. Ich verließ die Kaserne.”

Verletzt wurde erneut niemand. Die nicht-identifizierten Einheiten nahmen Fahrzeuge in Beschlag.

Andernort zeigen auch eindeutig russische Truppen zunehmend Präsenz auf der Krim. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde außerhalb der Hafenstadt Simferopol ein russischer Konvoi mit rund 100 Fahrzeugen und Artillerie gesichtet.

Unterdessen lehnte der Sprecher der Tartaren, Refat Chubarow, eine Regierungsbeteiligung seiner Minderheit ab. Weil der Ausgang sowieso von Moskau vorbestimmt sei, würden die Tartaren, die gut zwöf Prozent der Krim-Bevölkerung stellen, das Referendum boykottieren, so Chubarow.