Eilmeldung

Eilmeldung

Fantasporto: Vampire und Portwein

Sie lesen gerade:

Fantasporto: Vampire und Portwein

Schriftgrösse Aa Aa

Beim Fantasy-Filmfestival “Fantasporto” im portugiesischen Porto floss das Vampirblut und die Zombies taumelten. Der japanische Film “Miss Zombie” von Regisseur Hiroyuki Tanaka – besser bekannt unter seinem Künstlernamen “Sabu” gewann den ersten Preis.

Jury-Mitglied Vassilis Mazomenos sagt: “Der Film hat den ersten Preis verdient. Großartig, das Drehbuch, die Regie, ein wirklich einzigartiger Film.”

Festivaldirektor Mario Dorminsky meint: “In diesem Jahr haben wir uns beim Festival wirklich noch mehr der Fantasy-Welt verschrieben. Auch die Qualität der Fantasy-Filme wird immer besser. Die Fantasy-Filme werden einem immer breiteren Publikum zugänglich.”

Und der Bürgermeister von Porto, Rui Moreira, erklärt: “Für die Stadt Porto ist dieses Festival sehr wichtig. Wir rollen den roten Teppich aus. Wir freuen uns, wenn die Kinos voll sind, wenn das Publikum die Filme gut findet, klatscht, sich für Karten anstellt. Dieses Festival wird die Stadt Porto auf alle Fälle weiterorganisieren.”

Das Festival fand schon zum 34. Mal statt, zeigte diesmal elf europäische und internationale Premieren. Filmschaffende aus aller Welt kamen hierher.

Der Schweizer Olivier Beguin war mit seinem Film “Chimeres” dabei und gewann den Spezialpreis der Jury.
Er sagt: “Ich wollte schon immer einen Fantasy-Film drehen. Ich wollte etwas mit Monstern machen. Vampire boten sich geradezu an, das war im Rahmen meiner Möglichkeiten, vor allem finanziell, ich kann keinen Godzillafilm drehen, da habe ich nicht die Mittel dafür, solche Überlegungen haben letztendlich den Ausschlag gegeben.”

Hauptdarsteller Yannick Rosset meint: “Der Mann, den ich spiele, sieht die Wunden im Gesicht, das viele Blut, er ist innerlich kaputt, fertig, tief gekränkt vom Leben. Eine solche Rolle zu spielen, das hat mich gereizt.”

Auch Filme außerhalb des Fantasy-Genres wurden gezeigt, wie zum Beispiel die ukrainisch-türkische Ko-Produktion “Love me”. Der Film wurde mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet.

In der Sektion “Director’s Week” erhielt die schwarze Komödie “Heavenly Shift” des ungarischen Regisseurs Mark Bodzsar den ersten Preis. Der war sehr zufrieden in Porto: “Ich freue mich sehr, außerdem ist es schon der zweite Preis, zuvor wurde mein Film nämlich in Luxemburg ausgezeichnet.”

Auf der Leinwand floss das Blut, doch in den Gläsern eher der Portwein. Schließlich gab die Stadt Porto – die zweitgrößte Stadt Portugals hinter Lissabon – dem berühmten Trunk den Namen.

Vor Vampiren hat Porto keine Angst, im Gegenteil hierher werden sie eingeladen. Wer in der Vampirwelt etwas sein möchte, darf beim Festival in Porto nicht fehlen. Dieses Jahr gab es wie üblich viel Blut beim Fantasporto – es floss in Erstlingsfilmen, Weltpremieren und europäischen Premieren.