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Caracas: Ärzte demonstrieren gegen Missstände in Krankenhäusern

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Caracas: Ärzte demonstrieren gegen Missstände in Krankenhäusern

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In Caracas haben am Montag Hunderte Ärzte und Medizinstudenten für eine bessere Gesundheitsversorgung demonstriert. Die Demonstrierenden klagen im Rahmen der seit Wochen andauernden Anti-Regierungsproteste über Misswirtschaft und eine schlechte Ausstattung der Krankenhäuser.

Sicherheitskräfte hinderten sie daran, zum Regierungssitz vorzudringen, wie der Arzt Alfredo Baez erzählte: “Wir Venezolaner, die nicht mit der Regierung einverstanden sind, werden daran gehindert, nach Miraflores zu gehen.”

Die Ärztin Eliana Carmona sagte über den Zustand des Gesundheitssystems: “Es gibt eine große Krise. Wir sind schlecht ausgestattet. So können wir unsere Patienten nicht gut versorgen.”

Bei einer Abschlussfeier für Mediziner, die die Versorgung auf dem Land verbessern sollen, kam Präsident Nicolas Maduro unterdessen auf die Probleme zu sprechen: “Für die verbitterten Kritiker von rechts, die sagen, dass es in Venezuela keine Gesundheitsversorgung gibt: Ich gebe zu, dass es Probleme gibt, aber wir arbeiten daran. Hiermit kündige ich an, dass die Versorgung vor allem in den Krankenhäusern verbessert wird, dass es einen Plan zur Verbesserung gibt.

Auch die Unterstützer Maduros’ zogen durch die Straßen der venezolanischen Hauptstadt. Die regierungsfreundlichen Mediziner und Studenten konnten ungehindert zum Präsidentenpalast marschieren.

Bei den landesweiten Protesten der Regierungsgegner kamen seit Mitte Februar bisher 21 Menschen ums Leben. Über 300 wurden verletzt. Die Opposition protestiert gegen Versorgungsengpässe und den zunehmend autoritären Regierungsstil des sozialistischen Präsidenten.