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"Woher hat er all das Geld?" EU will Geldwäsche härter bekämpfen

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"Woher hat er all das Geld?" EU will Geldwäsche härter bekämpfen

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Das Europaparlament will härter gegen Geldwäsche vorgehen. Die Abgeordneten stimmten einer Verschärfung der entsprechenden Vorschriften zu. So sollen etwa die Eigner von Unternehmen künftig in öffentlichen EU-Registern eindeutig erkennbar sein. Verdächtige Geldtransfers sollen genauer beobachtet werden. Die grüne Abgeordnete Judith Sargentini aus den Niederlanden hat an diesen Registern mitgearbeitet.

“Der Sohn des ukrainischen Ex-Präsidenten Janukowitsch hatte eine Menge Geld bei niederländischen Holdings angelegt, und niemand wusste es. Durch die Register können wir genau das herausfinden, damit sich am Ende niemand fragen muss, woher der Mann all das Geld hatte.”

Der konservative britische Europaparlamentarier Timothy Kirkhope befasst sich ebenfalls mit diesem Thema. Sein Schwerpunkt ist die Terrorbekämpfung.

“Über Geldwäscheprozesse wird Kriminellen und Terroristen mit sehr viel Geld geholfen, und zwar nicht nur denen in Europa, sondern auch denen, die uns hier in Europa von außenhalb Schaden zufügen wollen.”

Wie genau die Vorschriften am Ende aussehen, das müssen die Finanzminister und das EU-Parlament noch aushandeln. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der jährliche Wirtschaftsschaden durch Geldwäsche weltweit in Milliardenhöhe liegt.

EXTRAS

Mitteilung des EU-Parlaments
Online-Präsenz von Timothy Kirkhope
Seite von Timothy Kirkhope beim EU-Parlament
Seite von Judith Sargentini beim EU-Parlament
Infos zu Geldwäsche auf Website der UNO (Englisch)