Eilmeldung

Eilmeldung

Zehnter Jahrestag: Spanien gedenkt der Anschläge von Madrid

Sie lesen gerade:

Zehnter Jahrestag: Spanien gedenkt der Anschläge von Madrid

Schriftgrösse Aa Aa

Spanien gedenkt heute der Anschläge vom 11. März 2004. Im Zentrum der Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der Anschläge auf vier Vorortzüge steht ein Trauergottesdienst mit König Juan Carlos. 191 Menschen wurden bei dem schlimmsten Anschlag in der Geschichte Spaniens getötet, fast 1.900 verletzt.

Am Vorabend traf Innenminister Jorge Fernandez Diaz Opfer und ihre Angehörigen. Viele der Überlebenden leiden noch immer am den Folgen.

Elisabeth Aguilar gehört zu jenen, die den Anschlag überlebten: “Ich wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Wegen des schweren Schlages. Ich weiß nicht, was mich traf, ich weiß nur, dass ich außerhalb des Zuges war. Operation nach Operation, Therapie nach Therapie, ich glaube das Leben ist wunderbar”, sagt Aguilar.

Eine Al-Kaida nahestehende Zelle hatte insgesamt zehn Sprengsätze in vier vollbesetzten Madrider Vorortzügen deponiert und per Handy gezündet. Der Polizei gelang es, das Versteck der Zelle in der Vorstadt Leganés auszuheben. Sieben Männer sprengten sich bei der Razzia in die Luft, 21 Islamisten wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Nach Ansicht eines Experten waren die Anschläge ursprünglich von einer Al-Kaida-Gruppe in Pakistan als Rache für die Zerschlagung einer Zelle in Spanien geplant worden. Ihnen schlossen sich dann nordafrikanische Islamisten an. Die beiden Haupttäter stammten aus Marokko.

Vier der Verurteilten, die als Mitläufer zu kürzeren Haftstrafen verurteilt worden waren, befinden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß.