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Teenager-Tod: Protestwelle weitet sich in der Türkei aus

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Teenager-Tod: Protestwelle weitet sich in der Türkei aus

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Der Tod eines Teenagers hat in der Türkei die größte regierungskritische Protestwelle seit dem vergangenen Sommer ausgelöst. Zehntausende wütende Regierungsgegner schlossen sich alleine in Istanbul dem Trauerzug vor der Beerdigung des 15-jährigen Berkin Elvan an. Dieser war im Juni während des Einkaufens von einer Tränengasgranate schwer verletzt worden. Am Dienstag erlag er seinen Kopfverletzungen. Mittlerweile steht Berkins Porträt in der Türkei sinnbildlich für Anti-Regierungsproteste.

“Viele Kinder sind bereits getötet worden und Berkin war jetzt der letzte Fall,” sagt dieser Demonstrant. “Wir wollen nicht, dass jemand getötet wird. Niemand möchte das. Aber die Sicherheitskräfte versuchen das. Und sie versuchen, demokratische Proteste zu unterdrücken. Aber niemand hier will mit der Polizei aneinandergeraten.”

Die Proteste richten sich wesentlich gegen die islamisch-konservative Regierung von
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und sprangen auch auf andere Regionen der Türkei über. Wie hier in Ankara versammelten sich auch in Izmir und weiteren Städten Tausende Demonstranten unter dem Motto: “Schulter an Schulter gegen Faschismus”.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Die wütende Menge errichtete Barrikaden und warf Steine sowie Feierwerkskörper auf Sicherheitskräfte. Mehrere Dutzend Menschen wurden festgenommen.