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Frischer Wind im Vatikan: Papst Franziskus der "Weltpfarrer"

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Frischer Wind im Vatikan: Papst Franziskus der "Weltpfarrer"

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Mit ihm sind neue Zeiten angebrochen: Papst Franziskus ist seit einem Jahr im Amt. Er setzt auf Reformen und hat damit angefangen seine Kirche umzukrempeln.

Dem 77-jährigen Südamerikaner fliegen laut seinem Privatsekretär Erzbischof Gänswein die Herzen zu. Noch nie kamen so viele Menschen zu den Mittwochsaudienzen auf den Petersplatz, jede Woche sind es mehrere Zehntausend.

Eine Italienerin hat vor allem ein Bild vor Augen, wenn sie an den Papst denkt: “Die Geste, die mich am meisten beeindruckte war, als er ein Gefängnis besucht und die Füße eines Häftlings wusch.” Eine Amerikanerin ist zuversichtlich: “Ich habe das Gefühl, dass nach einem Jahr die Tür endlich offen ist. Ich drücke die Daumen und hoffe, dass es weiterhin so gut läuft. Er macht das Richtige.” Und ein Argentinier fügt hinzu: “Jetzt steht der Vatikan den Armen und Bedürftigen nahe und nicht nur den Reichen und Mächtigen, was bisher der Fall war.”

Kritiker zweifeln, ob der Papst seinen Worten auch Taten folgen lässt. Sei es bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, der Reform der Vatikanbank, dem Umgang mit Geschiedenen oder der Geburtenkontrolle, in all diesen Bereichen habe es Anstöße gegeben, doch es bleibe noch viel zu tun.