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Krim nicht besorgt über mögliche Sanktionen nach Referendum

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Krim nicht besorgt über mögliche Sanktionen nach Referendum

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Die Regierung auf der Krim gibt sich vor der Volksabstimmung am Sonntag siegessicher. Parlamentschef Wladimir Konstantinow rechnet mit 85 Prozent Zustimmung für einen Beitritt zu Russland. Spätestens in zwei Wochen sei die Vereinigung perfekt. Analysten zufolge ist die Abspaltung der Halbinsel von der Ukraine nicht mehr zu stoppen.

euronews, Simona Volta
“Wir sind verbunden mit unserem Korrespondenten Sergio Cantone in Simferopol, auf der Krim. Die Volksabstimmung rückt näher, wie ist die Stimmung in der Stadt?”

Sergio Cantone:
“Hier ist es relativ ruhig. Alle rechnen mit einem eindeutigen Ergebnis bei dem Referendum, es gibt also keine Spannungen. Jene, die gegen eine Abspaltung von der Ukraine sind, werden nicht wählen gehen, eine Art Boykott. Man kann also sagen, dass hier ein “Ja” für die Abspaltung erwartet wird.”

euronews:
“Auf der Krim beschuldigen viele Menschen die Anführer der Maidan-Bewegung Faschisten zu sein. Wie sehen sie hingegen die russische Regierung?”

Sergio Cantone:
“Die russische Führung wird hier als gut für die Ordnung gesehen, da sie eine gewisse Stabilität in dieser früheren Sowjetregion garantieren könne. Die russische Regierung gilt hier als rechtmäßiger Erbe der Sowjetunion.”

euronews:
Machen sich die Menschen keine Sorgen über mögliche Sanktionen der internationalen Gemeinschaft, die die Wirtschaft der Krim belasten könnten?

Sergio Cantone:
“Sie sind überhaupt nicht besorgt. Hier halten die Menschen den Tourismus für das Herzstück der Wirtschaft auf der Krim. Sie machen sich keine Sorgen, denn die meisten Touristen kommen aus der Ukraine, Russland und Weißrussland und nicht so sehr aus Westeuropa oder den USA.”