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Proteste gegen EU-USA-Freihandelsabkommen

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Proteste gegen EU-USA-Freihandelsabkommen

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Rund 200 Vertreter regierungsunabhängiger Organisationen und Gewerkschafter haben in Brüssel gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA protestiert. Die Verhandlungen würden hinter verschlossenen Türen geführt und europäische Verbraucherschutz-Standards würden verwässert werden, so einige der Vorwürfe. “Die Verhandlungen bedrohen unsere Gesundheits- und unsere Umwelt-Standards”, meint eine Teilnehmerin. Und eine andere sagte: “Aus meiner Sicht ist das Freihandelsabkommen eine Katastrophe. Wird es unterzeichnet, ist es das Ende der Demokratie.” Der Kabinettschef des Handelskommissars Karel De Gucht erinnerte daran, dass es zwischen den Staaten Europas und dem Rest der Welt rund 1 300 Abkommen gebe. Die Demonstranten versuchten vergeblich den Eindruck zu erwecken, dass das geplante Abkommen etwas völlig Neues sei. “Es ist bereits die vierte Verhandlungsrunde”, so unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Das Abkommen steht vor zahlreichen Hürden, der Widerstand dagegen nimmt zu. In Deutschland unterzeichneten mehr als 50 000 Menschen eine an den deutschen Bundestag gerichtete Petition zum Stopp des Abkommens.”