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Krim-Krise: Lawrow und Kerry in der Sackgasse

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Krim-Krise: Lawrow und Kerry in der Sackgasse

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US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben sich nach stundenlangen Gesprächen in London nicht angenähert. Während die USA das umstrittene Referendum auf der Krim nicht anerkennen werden, will Moskau das Ergebnis der Abstimmung am Sonntag respektieren. Eine Kontaktgruppe, um in der Krise zu vermitteln, bezeichnete Lawrow als unnötig.

Er erklärte weiter: “Die Krim ist wirklich kein Thema, das getrennt von dem Verlauf der Geschichte behandelt werden kann. Man muss darauf Rücksicht nehmen, ob es Präzedenzfälle gab oder nicht. Tatsache ist, dass es Beispiele gibt und ich übernehme volle Verantwortung für folgende Aussage: Die Krim bedeutet Russland unermesslich mehr als die Komoren Frankreich oder die Falklandinseln Großbritannien bedeuten.”

Kerry schlug Lawrow vor, alle Streitkräfte auf der Krim in die Kasernen zurückzuschicken und der Diplomatie eine Chance zu geben. Die USA hätten verstanden, dass Russland “legitime Interessen” auf der Krim habe. Militärische Aktionen seien aber keine Lösung.

“Wir hoffen, dass Präsident Putin erkennt, dass nichts von dem was wir sagen, als eine Drohung verstanden werden sollte. Es ist nicht persönlich gemeint, sondern es geht, um den Respekt der internationalen und multilateralen Strukturen, deren Regeln wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befolgen. Dies beinhaltet auch Regeln zu der Art und Weise, wie Staaten annektiert, getrennt oder unabhängig werden”, so Kerry.