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Krim-Referendum spaltet Bevölkerung

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Krim-Referendum spaltet Bevölkerung

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Das umstrittene Referendum zur Zukunft der Krim spaltet die örtliche Bevölkerung. Immer wieder ist zu hören, dass die Halbinsel wieder zu Russland gehören solle:
“Das war lange Zeit unsere Lebensgrundlage, wir waren Teil der Sowjetunion”, sagte ein Putin-Anhänger,, “Russland hat das Erbe der Sowjetunion angetreten, und die russische Politik ist uns viel näher als die Jetzige.” Und ein Anderer meinte: “Die Leute vom Maidan sind Faschisten. All die Toten sind nicht Opfer von Janukowitsch, sondern von rechten Heckenschützen.”
Bei der ukrainischen Minderheit auf der Krim sieht man das natürlich anders. Auch hier wird vor der Abstimmung noch einmal Flagge gezeigt. “Hier treffen sich die Leute, die gegen die russische Militärintervention sind. Leute, die gegen Gesetzlosigkeit sind und speziell gegen das Referendum, das keinerlei gesetzliche Grundlage hat,” sagte eine Frau, die für den Verbleib der Krim als autonomer Republik innerhalb der Ukraine ist. “Wenn die Abstimmung von ausländischen Beobachtern begleitet worden wäre, wenn Mogeleien und Betrug ausgeschlossen wären, ja, dann hätte ich auch teilgenommen,” sagte ein anderer Sympathisant der neuen Regierung in Kiew.
So aber gilt das Referendum für Viele als Farce. Zumal das prorussische Parlament der Krim seine Entscheidung längst gefällt und für die Unabhängigkeit von der Ukraine gestimmt hat.