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Syrien: Ungewisse Aussichten nach drei Jahren Bürgerkrieg

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Syrien: Ungewisse Aussichten nach drei Jahren Bürgerkrieg

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Syrien steuert möglicherweise auf Wahlen zu – allerdings nicht die von der Opposition gewünschten Wahlen für eine Übergangsregierung, sondern ganz reguläre Wahlen, die die jetzigen Machthaber unter Präsident Baschar Assad wohl abhalten wollen.

Das syrische Parlament hatte dazu gestern ein Wahlgesetz verabschiedet. Zu einer Präsidentenwahl könnte Assad durchaus erneut antreten – was aber noch unklar ist -; die Opposition wäre außen vor.

Für Regierungsgegner wäre das Vorgehen wohl der Anlass, alle Gespräche abzubrechen.
Allerdings hatten zwei Treffen in Genf dieses Jahr sowieso kein Ergebnis gebracht.

Vieles deute wohl an, sagt Lachdar Brahimi, der Sondergesandte der UNO, dass es eine Wahl geben werde. Er nehme an, dass die Opposition in diesem Fall nicht mehr sehr interessiert wäre an Gesprächen mit der Regierung.

Der Konflikt in Syrien dauert nun schon drei Jahre an. Anfangs friedliche Proteste gegen Assad haben sich seitdem zu einem unübersichtlichen Bürgerkrieg entwickelt. Weit über hunderttausend Menschen wurden dabei nach Schätzungen getötet.

Weltweit erinnerten Menschen gestern an die Schrecken des syrischen Bürgerkriegs, in einer gemeinsamen Aktion vieler Hilfsorganisationen. Zusammenkünfte wie in Amsterdam gab es auch in Paris, London oder New York.