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Auch nach drei Jahren keine Lösung für syrischen Bürgerkrieg

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Auch nach drei Jahren keine Lösung für syrischen Bürgerkrieg

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Auch nach drei Jahren wird im syrischen Bürgerkrieg nichts besser – eher im Gegenteil.

Am 15. März 2011 begannen Proteste gegen die Regierenden unter Präsident Baschar Assad: Schnell wurden daraus bewaffnete Kämpfe und schließlich ein Bürgerkrieg, der weite Teile des Landes erfasste.

Nach Schätzungen sind in diesem Konflikt an die hundertfünfzigtausend Menschen getötet worden.

Trotzdem ist Assad weiter fest im Amt: Seine Gegner sind zerstritten und bekämpfen sich zum Teil gegenseitig. Vieles deutet darauf hin, dass er in den nächsten Monaten Wahlen abhalten wird, bei denen er selbst wieder antritt.

Gespräche zwischen Regierung und Gegnern sind gerade erst gescheitert: Nach zwei frustrierenden Treffen in Genf hat der Sondergesandte der UNO gar kein drittes mehr angesetzt.

Ein greifbarer Fortschritt ist höchstens, dass Syrien seine Chemiewaffen aufgibt und vernichten lässt: Auch dabei kommt es aber inzwischen zu großen Verzögerungen.

Zu den vielen Toten kommen in der Bilanz dieses Bürgerkriegs auch noch Millionen von Flüchtlingen.

Mehr als zwei Millionen Syrer – rund ein Zehntel der Bevölkerung – sind vor den Kämpfen ins Ausland geflohen.

Die allermeisten von ihnen sind in den Nachbarländern und fristen dort auf absehbare Zeit ein Leben im Flüchtlingslager. Länder wie der winzige Libanon sind damit selbst überfordert.

Noch einmal mehr als doppelt so viele Menschen sind Vertriebene im eigenen Land.

Laut UNO-Flüchtlingshilfswerk sind damit insgesamt rund vierzig Prozent der syrischen Bevölkerung entwurzelt.

Mindestens die Hälfte der Vertriebenen sind demzufolge Kinder. Helfer warnen vor einer verlorenen Generation, sollten diese Kinder nicht schnell mehr Hilfe und Schulunterricht bekommen.