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Russische Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze

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Russische Truppenbewegungen an der ukrainischen Grenze

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Russland hat nicht die Absicht in den Osten der Ukraine einzumarschieren, das versicherte jüngst der russische Außenminister Sergej Lawrow. Doch im Osten der Ukraine, umweit der russischen Grenze ist die Stimmung angespannt. Es ist die Rede von russischen Truppenbewegungen.

Unsere Korrespondentin Angelina Kariakina machte sich ein Bild von der Lage: “Auf der anderen Seite dieser Grenze liegt Russland. Von der ukrainischen Seite aus kann man weder die russischen Truppen noch militärisches Gerät sehen. Die ukrainischen Grenzbeamten aber arbeiten unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Jeden Tag lassen sie rund ein dutzend Menschen nicht durch, da sie sie verdächtigen, Unruhen oder Provokationen auf ukrainischem Grund und Boden zu planen.”
Der Grenzbeamte Oleksandr Moskvyn sagte: “Wir haben Menschen verhaftet, die Messer, Tränengas und Handschuhe bei sich trugen, die normalerweise von Spezialkräften der Polizei benutzt werden.”

Die Krise ist nicht nur politisch sondern betrifft auch viele Familien, die auf beiden Seiten der Grenze leben. Sie machen sich Sorgen und fürchten eine Eskalation. Ein Mann, der gerade seinen Sohn in Russland besucht hat, erzählt: “Manche Familie hier sind geteilt – meine zum Beispiel. Ich lebe in der Ukraine, meine Kinder leben in der Ukraine und in Russland. Ist es möglich, dass jemand aus Russland hierherkommt und mich erschießt? Oder soll ich nach Russland gehen und dort jemanden erschießen? Was soll das überhaupt?”

Die pro-russische Bewegung in Charkiw will an diesem Sonntag auch ein Referendum organisieren. Sie will bis zu 200 Urnen aufstellen. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko rief die Sicherheitskräfte auf, diese Initiative zu stoppen, es sei eine russische Provokation.