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Ukraine-Krise: Referendum auf der Krim naht

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Ukraine-Krise: Referendum auf der Krim naht

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Die Krim, einen Tag vor dem Referendum über eine Eingliederung in die Russische Föderation: Eine Anzeige wirbt mit dem Slogan “Zusammen mit Russland” für die Volksabstimmung am Sonntag. Auf den Straßen der Hauptstadt Simferopol stehen ehemalige Polizisten der aufgelösten Sondereinheit Berkut. Deren moskautreue Angehörige sind auf die Halbinsel geflohen.

Lubov Borisova kann den Anschluss an Russland kaum erwarten: “Ich fühle, dass ich innerlich in Aufruhr bin”, sagt die 66-Jährige. “Mein Herz schlägt für Russland. Russland, das ist ein stolzes Wort. Russland.”

Aber auch diese Szenen gibt es auf der Krim: Gegner der Vereinigung wollen das Referendum boykottieren. Sie protestierten am Freitag auf den Landstraßen. Die Demonstranten gehören meist zu den nicht-russischsprachigen Minderheiten. “Wir wollen nicht unter russischem Recht leben”, sagt einer der Referendums-Gegner, der den Krimtataren angehört. “Wir möchten in der Ukraine leben. Die Ukraine ist ein demokratischer Staat, in Russland gibt es keine Demokratie. Wir wollen frei leben, wir wollen keine Sklaven sein.”

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Referendum – rund 1,8 Millionen Krim-Bewohner können abstimmen. Das regionale Parlament hat die Halbinsel bereits am Beginn der Woche für unabhängig erklärt.