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Demonstranten in Donezk fordern Referendum

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Demonstranten in Donezk fordern Referendum

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Vor dem Referendum auf der Krim steigt die Spannung auch im Osten der Ukraine. In der Großstadt Donezk gingen Tausende Menschen auf die Straße und forderten ebenfalls eine Volksabstimmung über ihre Zugehörigkeit zur Ukraine. Einige der prorussischen Demonstranten stürmten das Gebäude des Inlandsgeheimdienstes SBU. Die Polizei, die nicht eingriff, wurde aufgefordert, den Dienst einzustellen.
“Es sollte ein Referendum mit 4 Fragen geben,” meinte eine Demonstrantin, “u.a. dazu, ob dieses Gebiet hier weiter zur Ukraine gehören oder an Russland gehen sollte. Alle Meinungen sollten berücksichtigt werden.”
Am Donnerstag war es in Donezk zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der Übergangsregierung in Kiew gekommen. Dabei war ein Demonstrant getötet worden, 16 Menschen wurden verletzt.
“Sie haben uns mit Steinen und Handgranaten beworfen,” sagte einer der Verletzten,“als wir in einen Bus reinwollten, hat jeder von uns was abbekommen.”
Der 22-Jährige, der bei den Auseinandersetzungen ums Leben kam, wurde nach Angaben der Rettungskräfte erstochen. Er ist inzwischen beigesetzt worden.
“Die Situation in Donezk bleibt angespannt,” so unsere Reporterin vor Ort, “die Anhänger einer Annäherung an Russland demonstrieren weiter. Die Sympathisanten der Regierung in Kiew müssen sich dagegen erstmal von dem Schock der tödlichen Attacke am Donnerstag erholen, Sie glauben, dass damit Angst und Schrecken verbreitet werden sollen – nicht nur in Donezk, sondern in der ganzen Region.”