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Gespaltene Stimmung beim Krim-Referendum

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Gespaltene Stimmung beim Krim-Referendum

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Sonntagsstimmung am Tag des Krim-Referendums: In Jewpatorija, 60 Kilometer von Simferopol entfernt, gehen die Menschen in aller Ruhe wählen. Die kleine Stadt wird aufgrund ihrer ethnischen Bevölkerungsvielfalt auch das “kleine Jerusalem” genannt. Die Stimmung ist gespalten.

In einem Tatarenviertel werden die Menschen beobachtet, die zur Urne gehen. Die islamisch geprägte Minderheit ruft zum Boykott des Referendums auf.

Ein älterer Tatar sagt:
“Ich rufe alle Krimtataren dazu auf, nicht zu wählen!”

“Wir erkennen dieses Referendum nicht an, es ist nicht legitim. Es gibt keine rechtliche Grundlage dafür, wir wollen kein Teil von Russland werden, wir wollen Putin nicht”, sagt eine Frau.

Eine andere Stimmung herrscht in einem Viertel, in dem russischstämmige Bewohner dominieren. Dort sehen die Menschen positiv in die Zukunft, sollte sich die Krim Russland anschließen.

Eine Wählerin sagt:
“Wir haben so viel ungenutztes Land. Wir können Tiere züchten, Landwirtschaft betreiben, wir haben Fabriken und Gas auf der Krim, wir ziehen Touristen an. Wir sind keine Bettler bei den Russen. Die Bettler sind die in Kiew, die das ganze Geld der Krim genommen haben und die nichts für die Entwicklung dieser Region getan haben.”

Euronews-Reporter Sergio Cantone kommentiert:
“Das Ergebnis der Volksabstimmung scheint klar zu sein, man geht von einem klaren Votum für die Trennung von der Ukraine aus. Und die russischsprachige Bevölkerung ist glücklich und wartet nur darauf, dass das Ergebnis offiziell bekannt gegeben wird.”