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Krim-Referendum: Diplomatische Drähte laufen heiß

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Krim-Referendum: Diplomatische Drähte laufen heiß

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Noch vor dem Ergebnis des umstrittenen Krim-Referendums hat die Übergangsregierung in Kiew auf pro-russische Demonstrationen reagiert. Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk fand scharfe Worte:
“Der ukrainische Staat wird die Anführer des Separatismus finden, die unter dem Schutz der russischen Truppen versuchen, die ukrainische Unabhängigkeit zu zerstören. Wir werden alle finden – egal ob es ein oder zwei Jahre dauern wird – und dann bringen wir sie vor ukrainische und internationale Gerichte. Der Boden unter ihren Füßen wird brennen”.

Im Hintergrund liefen derweil diplomatische Drähte heiß: Trotz der Kritik der anderen G-8-Mitglieder gab es vonseiten Russlands keinen Grund, seine außenpolitischen Entscheidungen zu überdenken. In einem Telefonat mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte Präsident Wladimir Putin noch einmal die Rechtmäßigkeit des Referendums. Merkel sorgte sich dagegen um die Sicherheitslage. Sie habe vorgeschlagen, die Anzahl der internationalen Beobachter – insbesondere in den Brennpunkten der Ost-Ukraine – zu erweitern.

Mit seinem Veto konnte Russland zwar eine Resolution gegen das Referendum beim UN-Sicherheitsrat stoppen. China, traditionell pro-russisch, enthielt sich aber und missbilligte damit Putins Ukraine-Politik.