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Schicksalswahl auf der Krim: Referendum hat begonnen

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Schicksalswahl auf der Krim: Referendum hat begonnen

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Auf der Krim hat das Referendum über die Zukunft der ukrainischen Halbinsel begonnen. Die 1,8 Millionen Wahlberechtigten können seit acht Uhr Ortszeit ihre Stimme für einen Anschluss der Krim an Russland oder den Verbleib in der Ukraine abgeben. Es gilt als sicher, dass sich die Mehrheit für einen Beitritt zur Russischen Föderation entscheiden wird.

Kurz nach Öffnung der 1200 Wahllokale gab auch der selbst ernannte Regierungschef der Krim, Sergej Aksenow, seine Stimme ab. Sein Parlament hat den Anschluss der Halbinsel an Russland bereits beschlossen.

Auch wenn die Anhänger der ukrainischen Einheit bei seinem Urnengang Präsenz zeigten, die Wahlen verlaufen laut Aksenow problemlos. “Wie Sie sehen, sind die Wahlen frei”, so der Regierungschef. “Die Menschen kommen freiwillig zu den Wahllokalen, es gibt keine Probleme. Ich persönlich fühle keinen Druck, ich sehe hier keinen Druck.”

Die Sicherheitsvorkehrungen für das Referendum sind hoch. In den vergangenen Tagen war es vor allem auf dem ukrainischen Festland zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Demonstranten gekommen. Dabei gab es mehrere Tote.