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MH370: Unfall oder Selbstmord?

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MH370: Unfall oder Selbstmord?

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Das Rätsel des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeuges berührt nicht nur die Angehörigen. Auch hier auf den Philippinen malen sich Schüler das Schicksal der Maschine aus.

Inzwischen gilt als wahrscheinlich, dass Sabotage dafür sorgte, dass das Ortungssignal von MH370 verstummte, obwohl das Flugzeug noch Stunden nach dem Kontaktabbruch in der Luft war, wie der Datenfunk belegt.

Nun kursieren Spekulationen über eine mögliche Selbstmordabsicht eines Crewmitgliedes. Die vielen Todesopfer in Kauf nehmend könnte diese Person versucht haben, das Flugzeugwrack unauffindbar zu machen, weil der Suizid dann zwangsläufig als Unfall deklariert und so die Lebensversicherung an Angehörige ausgezahlt werden würde, so die Theorie.

Als verdächtig gilt jenen Quellen der 53-jährige Kapitän, der technisch versiert war, in der Opposition aktiv gewesen soll und aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten sein könnte. Der 27-jähriger Kopilot wird dagegen eher als Lebemann beschrieben.

Die Ermittler stützen diese These öffentlich bisher nicht, es werden weiterhin alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. “Die ersten Ermittlungen haben ergeben, dass es der Kopilot war, vom dem der letzte aufgezeichnete Funkspruch kam”, sagte der CEO von Malaysia Airlines, Ahmad Jauhari Yahya. Die Aufzeichnung werde auch auf Anzeichen von Anspannung in der Stimme hin untersucht, so der Airline-Chef weiter.

Das Suchgebiet ist inzwischen unüberschaubar groß geworden. Aufgrund der belegten Flugdauer und Kursänderungen gelten zwei Flugrouten als wahrscheinlich.

Auf dem südlichen Korridor übernimmt nun Australien die Koordinierung der Sucheinsatzes. Der nördliche führt bis nach Kasachstan – die dortigen Behörden haben eigenen Angaben zufolge aber keinen Radarkontakt registriert.

Um die Suche zu erleichtern haben die malaysischen Behörden nun alle in Frage kommenden Länder aufgefordert, die stets als sehr sensibel geltenden nationalen Radaraufzeichnungen ausnahmsweise freizugeben.