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Smog-Alarm: Fahrverbote in Paris

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Smog-Alarm: Fahrverbote in Paris

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Der Himmel über Paris hat die Behörden zum Handeln bewogen. Feinstaubbelastungen zum Teil weit über der Norm haben die ersten Fahrverbote in der französischen Hauptstadt seit 1997 verursacht. Am Montag durften nur Fahrzeuge mit ungerader Endnummer unterwegs sein. Bei Verstößen drohten Bußgelder von wenigstens 22 Euro. Im Gegenzug blieb die Benutzung von Bussen und der Metro kostenfrei.
Nicht für alle Verkehrsteilnehmer eine Alternative in Paris:

“Ich komme aus Le Havre in Nordfrankreich und habe keine Wahl gehabt. Zum Glück hörte ich, dass Firmenwagen mit gerader Nummer fahren dürfen. Doch auch sonst hätte ich mit dem Pkw fahren müssen. Aber ich verstehe die Umwelt-Gründe für die Maßnahme.”

Die Ertappten nahmen das Bußgeld überwiegend gelassen in Kauf. Wie dieser Fahrer eines Motorrollers:

“Ich bin schon Donnerstag und Freitag mit dem Roller unterwegs gewesen und es verschlug mir fast den Atem. Auf dem Motorroller spürt man die Luftverschmutzung extrem in die Bronchien kriechen. Das Fahrverbot ist im Prinzip eine gute Idee, aber man hätte es besser planen können.”

Verkehrsteilnehmer mit Freiheitsdrang können in Paris aufatmen: das Fahrverbot hat bereits am Dienstag aufgrund gesunkener Feinstaubbelastungen keinen Bestand mehr. Nur ein kurzer Belastungstest also. Schließlich stehen am kommenden Sonntag auch in Paris die Kommunalwahlen vor der Tür.