Eilmeldung

Eilmeldung

Krim: Freude und Ungewissheit nach der Abtrennung

Sie lesen gerade:

Krim: Freude und Ungewissheit nach der Abtrennung

Schriftgrösse Aa Aa

Wer für die Angliederung der Krim an Russland gestimmt hat, der hat in diesen Tagen reichlich Grund zu feiern – wie in Sewastopol oder der Krimhauptstadt Simferopol.

“Wir sind stolz auf einen Präsidenten wie Wladimir Putin – klug, nett, verantwortungsbewusst”, sagt eine junge Frau in Simferopol. “Wir sind glücklich, dass die Krim jetzt zu Russland gehören wird.”

“Die Rückkehr nach Russland ist uns eine Freude und eine Ehre”, meint eine ältere Frau; “mein schönster Tag wird es sein, wenn ich einen russischen Pass bekomme.”

Natürlich leben auf der Krim auch nach der Volksabstimmung weiterhin viele Menschen mit ukrainischer Abstammung. An sich ist die Halbinsel ebenso ihre Heimat; ihre Zukunft hier ist jetzt aber ungewiss.

“Nach dem, was Putin so sagt, wird das alles traurig werden”, sagt ein junger Mann. “Dann wird er mit der Krim wohl nicht aufhören, und auch mit der Ukraine wird er nicht aufhören. Er will ganz klar die Sowjetunion wiederhaben.”

“Dass manche das Gebiet der Sowjetunion wiederhaben wollen, das geht für mich in die Vergangenheit”, meint eine junge Frau. “Die älteren Leute finden das wahrscheinlich gut, aber wir sind es, die die Zukunft errichten.”

Trotzdem nehmen die Ereignisse ihren Lauf – und wenn es am Gebäude des Krimparlaments in Simferopol ist, an dem schon die ukrainische Schrift entfernt wird.