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Neuer Massenansturm von Flüchtlingen im Mittelmeerraum

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Neuer Massenansturm von Flüchtlingen im Mittelmeerraum

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Mit letzter Kraft haben sie ihr Ziel erreicht. Etwa 500 afrikanische Flüchtlinge sind beim bislang größten Ansturm von Migranten und unter Lebensgefahr in der spanischen Exklave Melilla eingetroffen.

Von Marokko aus hatten insgesamt etwa eintausend Flüchtlinge bei einsetzendem Nebel versucht, die Grenzbefestigungen zu überwinden. Etwa die Hälfte von ihnen scheiterte an den Zäunen. 30 weitere Afrikaner mussten nach ihrem illegalen Grenzübergang wegen Schnittverletzungen medizinisch behandelt werden.

Die Präfektur von Melilla warf den Afrikanern gewaltsames Vorgehen gegen spanische Grenzbeamte vor. Als Konsequenz des neuerlichen Ansturms forderte das spanische Innenministerium die EU auf, sich stärker am Kampf gegen illegale Immigration zu beteiligen.

Die Flüchtlings-Problematik in Europa weitet sich aus: vor der Insel lampedusa rettete die italienische Marine fast 600 Migranten aus Seenot.

Die überwiegend aus Syrien, Palästinensischen Gebieten und Eritrea stammenden Menschen waren in zwei überfüllten Booten unterwegs.
Etwa ein Drittel der Flüchtlinge waren Frauen und Kinder.

Seit Beginn ihrer ausgeweiteten Überwachung vor fünf Monaten hat die italienische Marine bereits mehr als 10.000 illegale Migranten auf hoher See gerettet.

Viele von ihnen sind Opfer von Schleuserbanden. So offenbar auch die Passagiere eines zwischen der griechischen Insel Lesbos und der Türkei gekenterten Bootes. Sieben der fünfzehn Menschen an Bord ertranken. Acht weitere konnten von der griechischen Küstenwache und der Besatzung eines Frachters gerettet werden. Ihre Nationalität ist noch unbekannt. Die Ägäis gilt neben den spanischen Exklaven als eines der Haupteinfalltore für Flüchlinge auf dem Weg nach Europa.