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Russland lässt den Rubel davonrollen

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Russland lässt den Rubel davonrollen

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Russland plant keine Kapitalverkehrskontrollen. Das hat die Zentralbank zugesagt – als Antwort auf Furcht vor Beschränkungen, um die Kapitalflucht aufzuhalten.

Im Januar und Februar waren 35 Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen, so der russische Wirtschaftsminister Andrey Ulyukaev. Das ist mehr als die Hälfte dessen, was im ganzen Jahr 2013 außer Landes gebracht wurde (62 Milliarden Dollar). Experten erwarten, dass im ersten Quartal bis zu 70 Milliarden Dollar ins Ausland sickern könnten.

Seit Ende 2013 hatte der Rubel mehr als zehn Prozent gegenüber Dollar und Euro verloren. Die Zentralbank hatte versucht, den Kurs durch Stützungskäufe zu stabilisieren und dafür rund 20 Milliarden Dollar aufgewendet – scheint diese Politik aber trotz knapp 500 Milliarden Dollar an Reserven nicht weiter zu verfolgen.

Anfang des Monats hatte sie den Leitzins um 1,5 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent angehoben. Wenn der Kapitalabfluss anhält, erwarten Experten weitere Zinsschritte.

su