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Französischer Milliardenzocker Jerome Kerviel muss ins Gefängnis

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Französischer Milliardenzocker Jerome Kerviel muss ins Gefängnis

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Der als Milliardenzocker bekanntgewordene Börsenhändler Jerome Kerviel kehrt zu Fuß von seiner Papstaudienz nach Frankreich zurück, – dass das Oberste Gericht entschieden hat, dass er hinter Gitter muss, erfährt er von Journalisten am Weg. “Ich kämpfe weiter”, sagt er.

In zwei vorangegangenen Verfahren war der ehemalige Angestellte der Großbank Societe Generale wegen Untreue, Dokumentenfälschung und Manipulation von Computerdaten zu drei Jahren Haft verurteilt worden, zwei davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Kerviel muss zwar ins Gefängnis, die Schadensersatzsumme von mehr als vier Milliarden Euro wird jedoch neu verhandelt.

Kerviel-Anwalt Patrice Spinosi sagt: “Ein neuer Prozess wird am Berufungsgericht in Versailles beginnen. Die Societe Generale muss beweisen, dass sie sich nichts zu Schulden kommen ließ. Sie kann keine Schadenersatzforderungen für ihre eigenen Fehler stellen.”

Societe-Generale-Anwalt Jean Veil erklärt: “Wir werden in Versailles das sagen, was wir immer gesagt haben. Die Societe Generale wusste, dass es im System Schwachpunkte gab, und hat diese unter Kontrolle gebracht.”

Ursprünglich sollte Kerviel die gesamte Summe seinem ehemaligen Arbeitgeber zurückzahlen. Er sieht das Urteil als einen Teilsieg, sagt er und marschiert weiter.