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Französischer Milliardenzocker muss hinter Gitter

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Französischer Milliardenzocker muss hinter Gitter

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Als reuiger Sünder kehrt der als Milliardenzocker bekanntgewordene Börsenhändler Jerome Kerviel zu Fuß von seiner Papstaudienz nach Frankreich zurück, – dass das Oberste Gericht entschieden hat, dass er hinter Gitter muss, erfährt er von Journalisten. “Ich kämpfe weiter”, sagt er.

Das oberste französische Gericht hatte die Revision des
37-Jährigen zurückgewiesen. In zwei vorangegangenen Verfahren war der ehemalige Angestellte der Großbank Societe Generale wegen Untreue, Dokumentenfälschung und Manipulation von Computerdaten zu drei Jahren Haft verurteilt worden, zwei davon wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Kerviel muss zwar ins Gefängnis, die Schadenersatzsumme muss jedoch neu verhandelt. Ursprünglich sollte er die gesamte Summe seinem ehemaligen Arbeitgeber, die Societe Generale, zurückzahlen. Sein Anwalt, David Koubbi, erklärte, der heutige Urteilsspruch sei ein Teilsieg für seinen Mandanten.