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NSA zeichnet alle Telefonate mindestens eines Landes auf


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NSA zeichnet alle Telefonate mindestens eines Landes auf

Erneut ist ein Überwachungsprogramm der US National Security Agency ans Licht gekommen.

Laut einem Bericht der Washington Post, unter Bezug auf Informationen des Whistleblowers Edward Snowden, zeichnet die NSA seit 2009 offenbar 100 Prozent der Telefongespräche mindestens eines Landes auf.

Das Programm trägt den Codenamen Mystic. Die NSA speichert die gigantische Menge Gesprächsmitschnitte offenbar 30 Tage lang. Sie kann so rückwirkend die Telefonate neuer Verdächtiger auswerten.

Ungeklärt ist, gegen welches Land sich dieser Spionageangriff richtet. Laut Washington Post begeistert das Programm die NSA-Überwacher aber so sehr, dass es auf bis zu sechs weitere Länder ausgedehnt werden könnte, und möglicherweise schon wurde. Im NSA-Etat wurde dafür offenbar Geld bereitgestellt.

In den USA ist im Zusammenhang mit den NSA-Enthüllungen eine Debatte darüber entbrannt, ob und wie sichergestellt werden könnte, dass nicht auch amerikanische Bürger unweigerlich in die Datenschleppnetze der US-Geheimdienste geraten – wenn sie beispielsweise ein Überseegespräch führen. Auch US-Bürger so umfassend überwachen, das darf die NSA nämlich eigentlich nicht.

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