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Südafrikas Präsident Zuma ließ sich "als Sicherheitsmaßnahme" auch einen Pool bauen

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Südafrikas Präsident Zuma ließ sich "als Sicherheitsmaßnahme" auch einen Pool bauen

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Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma soll staatliche Gelder zur Installation von Sicherheitsvorkehrungen in seinem Privathaus auch für den Bau eines Pools, eines Tiergeheges und eines Amphitheaters missbraucht haben.

Die Überwachungsbeaftragte für Korruption, Thuli Madonsela, forderte Zuma auf, einen “angemessenen” Teil der Gesamtkosten von 16,5 Millionen Euro zurückzuzahlen. “Der Präsident hat die Durchführung aller Arbeiten an seiner Residenz stillschweigend akzeptiert und dabei übermäßig von Investitionen in nicht sicherheitsrelevante Maßnahmen profitiert”, so Madonsela.

Der Bericht der Überwachungsbeaftragten kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für den Präsidenten: In sechs Wochen wird in Südafrika gewählt.

Laut Madonsela seien die Kosten explodiert, zudem hätten die zuständigen Minister das Projekt “auf entsetzlich unzureichende Weise” gehandhabt.

Als 2009 die geplanten Sicherheitsmaßnahmen an Zumas Haus publik wurden, waren die Kosten noch auf 4,4 Millionen Euro geschätzt worden. Trotz öffentlicher Kritik kletterte der Rechnungsbetrag auf fast das Vierfache, als das Projekt dann aus dem Ruder lief.

Die Gesamtausgaben sind damit, auf heutige Preise bezogen, acht mal so hoch wie die Kosten der Sicherheitsvorkehrungen am Haus des damaligen Präsidenten Nelson Mandela, dem ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas.